Fraunhofer Presseinformationen
Artikel über Fraunhofer Presseinformationen
Fraunhofer IGD erweitert Institutsleitung
Seit 1. Oktober 2026 verstärkt Prof. Michael Sedlmair die Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD. Gemeinsam mit Dr. Matthias Unbescheiden verantwortet er künftig die wissenschaftliche und strategische Entwicklung des Instituts an den Standorten Darmstadt und Rostock. Inhaltlich setzt er einen Schwerpunkt auf menschenzentrierte Künstliche Intelligenz und die Frage, wie Visual-Computing-Technologien Menschen bei komplexen kognitiven und physischen Aufgaben unterstützen können.
Innovative Pflaster lassen Wunden schneller heilen
Nicht jede Verletzung heilt problemlos ab. Besonders Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes leiden häufig an chronischen Wunden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS entwickeln spezielle Pflaster, die den Heilungsprozess beschleunigen können.
Nachhaltig sitzen und liegen
Polster für Möbel, Matratzen und Fahrzeugsitze bestehen überwiegend aus Polyurethan-Schäumen, die auf Erdöl basieren. Fraunhofer-Forschende ersetzen das umweltschädliche Material durch nachhaltige Schaumstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen mit hohem Sitz- und Liegekomfort.
Ungereinigtes Meerwasser im Elektrolyseur: Fraunhofer testet Materialien und Membranen
Meer- und Brackwasser könnten künftig als alternative Wasserressourcen für die Wasserstoffproduktion dienen. Die Herausforderung: Herkömmliche Elektrolyseure benötigen aufwendig aufbereitetes hochreines Wasser. Im Projekt SeaEly stellt das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM die Frage: Wie geeignet sind Meer- und Brackwasser für die Wasserstoffproduktion und welche Prüf- und Testinfrastruktur wird benötigt, um dies zu untersuchen?
Spatenstich: Neuer Fraunhofer-Standort in Cottbus stärkt Strukturwandel und Transfer
Fraunhofer wächst in Cottbus: Mit zwei Fraunhofer-Neubauten entstehen im Lausitz Science Park neue Innovationszentren für Energiewende, Mikroelektronik und KI-gestützte Materialdiagnostik. Die Einrichtungen unterstützen den Strukturwandel der Region, sollen neue Arbeitsplätze schaffen und bringen Forschungsergebnisse schneller in die industrielle Anwendung.
Osteoporose frühzeitig erkennen – automatisiert und zuverlässig
Osteoporose gehört zu den häufigsten Ursachen für Knochenbrüche im Alter. Dennoch bleibt der Knochenschwund oft unerkannt. Im Projekt BMDNow verfolgen Fraunhofer-Forschende gemeinsam mit Partnern das Ziel, die Erkrankung des Skelettsystems und deren Vorstufen frühzeitig zu diagnostizieren, ohne dass dafür zusätzliche Untersuchungen nötig sind: Eine KI-gestützte Software hilft bei der Früherkennung – sie wertet bestehende CT-Aufnahmen automatisch aus und berechnet daraus die Knochendichte.
Nachhaltige Drucktinten für die Herstellung von funktionellen Organen
Der 3D-Biodruck eröffnet neue Möglichkeiten für die Herstellung von Organen und Geweben, die beispielsweise in der Organtransplantation und der Wirkstoffentwicklung benötigt werden. Allerdings sind bisherige Biotinten zwar zellverträglich und druckbar, bilden die physiologische Struktur und Zusammensetzung von Geweben jedoch nicht ausreichend nach. Im Projekt PhysioINK entwickeln Fraunhofer-Forschende Bio-Drucktinten aus den gängigsten Gewebeproteinen, mit denen sich ohne chemische Modifikation physiologische Gewebestrukturen nachbilden lassen.
Einbau von Wärmepumpen beschleunigen
Die Wärmepumpe ist eine effiziente und zukunftssichere Schlüsseltechnolo-gie, um die Wärmewende umzusetzen und die Klimaziele in Deutschland zu erreichen. Im Projekt WESPE verfolgten Fraunhofer-Forschende gemeinsam mit Partnern das Ziel, den Wärmepumpeneinbau schneller, produktiver und effizienter zu gestalten, um die Transformation des Wärmesektors trotz Fachkräftemangels voranzutreiben. Innovative standardisierte digitale Werkzeuge und praxisnah erprobte Systemlösungen sollen die Umrüstung auf Wärmepumpen künftig deutlich beschleunigen.
Vom Forschungsergebnis zum Startup
Deutschland investiert mit der Hightech-Agenda Milliarden in Schlüsseltechnologien. Aber die entscheidende Frage lautet: Wie werden daraus erfolgreiche Unternehmen? Genau das steht im Mittelpunkt des Fraunhofer-Auftritts auf der Bits & Pretzels vom 28. bis 30. September in München.
Sein Innovationsgeist ist bis heute Vorbild: Joseph von Fraunhofers historische Glashütte wiedereröffnet
Deutschland steht vor großen Herausforderungen: In der Forschung zählt das Land zur Weltspitze, doch viele Innovationen erreichen den Markt noch zu langsam. Joseph von Fraunhofer zeigte schon vor mehr als 200 Jahren, wie sich der Forschungstransfer beschleunigen lässt: Als Handwerker, Forscher und Unternehmer verband er wissenschaftliche Erkenntnis mit praktischer Anwendung.