Bücher
Artikel über Bücher
Gen-Z-Dichterin Clara Lösel ereicht mit Gedichten ein Millionenpublikum
Bis zu 20 Millionen Aufrufe im Monat erreichen die Gedichte von Clara Lösel auf Social Media. Der Titel ihres nun erschienen zweiten Buches "Ich dachte, sowas fühl nur ich" greift Leser-Kommentare auf. Und liefert einen Hinweis auf ihren Erfolg. Lösel, Clara
Was die Frankfurter Buchmesse bewegt hat
Der Jurist und Autor Philippe Sands wurde mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Bei der Preisverleihung kritisierte er das Schweigen Deutschlands zu Gaza. Eine Nachlese der wichtigsten Highlights auf der Frankfurter Buchmesse. Behrendt, Barbara; von Oppen, Stephanie
Neue Bücher: Zukunft weiblich, Zukunft männlich
Um zwei Frauen, deren Leben auf den Kopf gestellt wird, geht es in den Romanen von Sharon Dodua Otoo und Illona Hartmann. Die Zukunft des Mannes und die Frage, was Männlichkeit ausmacht, verhandeln die Bücher von Tristan Horx und Riccardo Simonetti. Watty, Christine; Porombka, Wiebke
Autorin Géraldine Schwarz: „Europa könnte unser Ideal sein“
Welche Rolle kann Europa spielen, in dem Moment, wo nationalistische Kräfte Zulauf finden? In ihrem neuen Buch blickt die deutsch-französische Autorin Géraldine Schwarz auf die Geschichte des Kontinents und fragt, welche Werte uns bis heute prägen. Fuhrig, Dirk; Schwarz, Géraldine
Aufstieg der AfD – „Auch die Wirtschaftspolitik hat eine Verantwortung“
Die AfD feiert einen Erfolg nach dem anderen. Ökonomin Isabella M. Weber will in ihrem Buch „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“ erklären, wie das individuell erlebte Ohnmachtsgefühl Ausländerfeindlichkeit fördert – und wie man gegensteuern könnte. Führer, Susanne
Anwältin Christina Clemm: "Ich habe die Abgründe dieser Welt gesehen"
Seit drei Jahrzehnten vertritt Christina Clemm Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Wie sie es schafft trotz furchtbarster Eindrücke weiterzumachen, berichtet die Anwältin nun in einem Buch - und warnt vor zunehmender Frauenfeindlichkeit. Rabhansl, Christian
"Wo die Toten sprechen": Im weißen Sarg von Friedhof zu Friedhof
Über 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und bald 40 Jahre nach dem Fall des sogenannten Eisernen Vorhangs hat Jaroslav Rudiš mit "Wo die Toten sprechen" ein Roadmovie geschrieben, das sich der Geschichte Mitteleuropas auf parabelhafte und humorvolle Weise nähert. von Oppen, Stephanie
Comics, Karten und Atlanten - Die Macht der Bilder in Sachbüchern
Bilder machen vieles anschaulicher. Trotzdem verzichten naturwissenschaftliche Sachbücher oft auf die Kraft der Illustrationen. Drei Neuerscheinungen machen es anders: Eine Graphic Novel, eine Kartensammlung und ein Atlas lassen Bilder sprechen. Reuning, Arndt; Röhrlich, Dagmar; Lange; Michael
Büchner-Preisträger Lutz Seiler: Vom Handwerker zum Autor
In Lutz Seilers neuem Roman "Das tickende Herz" reist Buch-Held Carl der Liebe nach, zu den Schamanen in Kasachstan. Im Gespräch erzählt der Autor, wie man seine Gedichte lesen sollte und warum er denkt, die Menschheit sei ein toter Ast am Baum. Führer, Susanne
Literaturnobelpreis 2026: Anne Carson - kühn und erfinderisch
Die Lyrikerin Anne Carson wird mit dem Literaturnobelpreis geehrt - für unseren Literaturkritiker Kolja Mensing keine große Überraschung. Die kanadische Autorin verwebt antike Mythen mit der Gegenwart. Ihr unkonventionelles Werk zu lesen mache Spaß. Mensing, Kolja
Anne Carson mit dem Literaturnobelpreis 2026 geehrt
Die kanadische Lyrikerin und Essayistin Anne Carson erhält den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Die Schwedische Akademie würdigt ihr kühnes Gesamtwerk, das Antike und Gegenwart, Lyrik und Prosa auf überraschende Weise verbindet.
Autorin Nele Neuhaus: Mit Taunus-Krimis zum Erfolg
Ihre ersten Bücher veröffentlichte Nele Neuhaus im Selbstverlag. Heute zählt sie zu Deutschlands erfolgreichsten Autorinnen. Auf der Frankfurter Buchmesse spricht sie über ihre Pferdeliebe und den neuen Taunus-Krimi "Alles wird Asche". Führer, Susanne
Priesterpoet Andreas Knapp - Mit Gott im Plattenbau
Andreas Knapp ist Theologe, Mönch und: Dichter. Er lebt in einer Mönch-WG bei Leipzig und verfasst Lyrik über Gott, Armut oder Begegnungen mit Menschen. Für seine literarische Leidenschaft traf er mit Ende 40 eine bewusste Entscheidung. Reinartz, Burkhard
Frankfurter Buchmesse - Elke Heidenreich macht 13 Liebeserklärungen
Elke Heidenreich hat mit "Ach, eine Fanfare" ein Buch über ihre Lieblingsautoren vorgelegt. Auf der Frankfurter Buchmesse spricht sie mit dem Publikum über Bücher, die bewegen. Und sie erzählt, warum Lyriker Gottfried Benn ihr enst das Leben rettete. Heidenreich, Elke
Debatte und Spektakel – Das sind die Themen der Frankfurter Buchmesse
Zum Start der Frankfurter Buchmesse könnte die Debatte um Kulturstaatsminister Weimer in eine neue Runde gehen. Auch die Stimmung in der Branche ist angespannt: Umsätze sinken – wie die Anzahl der Leser. Die Messe will mit Events entgegenwirken. Sielmann, Lara; Zeh, Miriam
Buchpreis-Gewinnerin Shida Bazyar - Schreiben gegen das Schweigen
Als Erwachsene erfährt Shida Bazyar von der NS-Geschichte ihres Heimatdorfes. Das Schweigen darüber habe sie entsetzt, sagt die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises. Doch nicht nur deshalb hat sie sich entschieden, in "Die Lücke" darüber zu schreiben. Bazyar, Shida
Kai Ambos: Es darf keine bedingungslose Hilfe für Israel geben
Die deutsche Staatsräson zur Sicherheit Israels sei falsch, argumentiert der Völkerrechtler Kai Ambos. Solidarität mit Juden in und außerhalb von Israel sei wichtig. Doch die Staatsräson führe dazu, dass Deutschland über Kriegsverbrechen hinwegsehe. Von Jan-Christoph Kitzler
Mann, Frau, divers – Wer schreibt die meisten Bücher?
Ein Blick auf aktuelle Debuts oder Short Lists scheint einen Trend zu zeigen: Auf das Buch eines Mannes kommen fünf von Frauen. Doch wer genaue Zahlen sucht, merkt: Die Datenlage ist dünn. Es bleibt kleinen Projekten überlassen, die Lücke zu füllen. Greiner, Steffen
"Das tickende Herz" - Sinnliche Fabulierlust und große Sprachkunst
Lutz Seiler schickt in seinem neuen Roman den Dichter Carl Bischoff auf eine rätselhafte Reise von Berlin bis Kasachstan. Zwischen radioaktiver Vergangenheit, Liebesrausch und Schamanismus sucht er nach Heimat, Erinnerung und der Kraft der Poesie. Gutzeit, Angela
Zum 100. Geburtstag Michel Foucaults: Das Lachen des Philosophen
Wenige Denker sind heute so einflussreich wie Michel Foucault (1926-1984) mit seinen Gedanken zu Macht und Biopolitik, Selbstsorge und Sexualität. Ulrich Johannes Schneider hat ihn noch live erlebt und weiß: Wer ihm zuhört, findet auch Humor. Aguigah, René; Schneider, Ulrich Johannes
Schriftstellerin Paula Fürstenberg warnt vor "Niewiedervereinigung"
36 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wird noch immer über den Zustand des Zusammenwachsens diskutiert. Wahlerfolge der AfD verschärfen die Debatte. Die Schriftstellerin Paula Fürstenberg blickt auf Brüche und Erfahrungen. Luerweg, Susanne
Frankfurter Buchmesse: Tschechien, der Ehrengast vom Meer
Als „Land an der Küste“ präsentiert sich Tschechien auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Auch wenn das nicht stimmt. Das Bild vom Küstenstaat am literarischen Meer hat sich in Gedichten und Essays in der tschechischen wie deutschen Literatur gehalten. Allweiss, Marianne; Plath, Jörg
Oktober 2026 - Von Caroline Blackwood bis Alain Claude Sulzer
Thea Dorn diskutiert mit Matthias Brandt, Iris Radisch und Simon Strauß über diese Bücher: Caroline Blackwoods "Das Schicksal von Mary Rose", George Saunders' "Nachtwache", Lutz Seilers "Das tickende Herz" und Alain Claude Sulzers "Szenenwechsel". Dorn, Thea; Radisch, Iris; Strauß, Simon; Brandt, Matthias
Konzertformat "Orgel & Lyrik": Von Bach bis Beat
Lyrik ist die Kunstform der Sprache, die menschliche Stimme ihr Instrument – als „Königin der Instrumente“ galt Mozart die Orgel. Beide Königsdisziplinen begegnen sich in dem einzigartigen Konzertformat „Orgel & Lyrik“ mit Jan Wagner und Jack Day. Jan Wagner/Jack Day
Land an der Küste – Rundreise durch Tschechiens Gegenwartsliteratur
Böhmen, so erdachte Shakespeare, liegt am Meer. Tschechien nennt sich daher selbstironisch „Land an der Küste”. Das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2026 hat viel zu bieten: Autofiktionen und Romane ebenso wie groteske und realistische Erzählungen. Mengeringhaus, Maximilian
Tschechische Millennials schreiben zwischen Verunsicherung und Vielfalt
Wie wächst man auf in einer Gesellschaft zwischen neu gewonnenen Freiheiten und wachsender Desillusionierung? Drei tschechische Autorinnen und Autoren bilden in ihren Werken das Lebensgefühl der Millennial-Generation ab. Hochweis, Olga
Büchner-Preisträgerin: „Der Kopf von Vögeln ist was Einzigartiges“
Lange träumte Christine Wunnicke davon, eine Naturkundenreihe zu schreiben. Nun hat sie ein Porträt über Papageien geschrieben. Dabei ist der Vogel nicht nur eine schillernde Leitfigur: An ihm lässt sich die Weltgeschichte erzählen, sagt die Autorin. Wunnicke, Christine
Habecks neues Buch - Wo der Klimawandel auf Geopolitik trifft
In der Arktis treffen Geopolitik, der Streit der Großmächte und die Klimaerwärmung aufeinander, sagt Ex-Vizekanzler Robert Habeck. In seinem neuen Buch, „Arctic Meltdown“ skizziert er, wie die Demokratiekrise und der Klimawandel zusammenhängen. Habeck, Robert
Reinhold und Diane Messner: Vergänglichkeit ist nichts Negatives
Reinhold und Diane Messner trennen 36 Jahre. Was sie verbindet: die Liebe zueinander und zum Bergsteigen. In ihrem Buch "Lebenszeit" erzählen sie, wie sie mit Vergänglichkeit umgehen und welche Rolle ihr Herzensthema Alpinismus dabei spielt. Messner, Reinhold; Messner, Diane
Gil Burans Buch „Nerd Reich“: Neuer Faschismus der Tech Bros?
Was passiert, wenn Milliardäre sich durch den Glauben an ihre eigene Überlegenheit immer weiter radikalisieren? Das Buch „Nerd Reich“ von Gil Duran zeigt, wie sich im Silicon Valley ein Technofaschismus etabliert hat. Brockschmidt, Annika
Manja Präkels: "Radiorauschen im Sternenpark" - Wider den braunen Ungeist
Rechtsextreme Gewalt, Einschüchterung und jahrzehntelanges Schweigen: Was Manja Präkels in ihrer ostdeutschen Heimat erlebte, prägt ihr Schreiben bis heute. Ihr neuer Textband „Radiorauschen im Sternenpark“ versammelt Essays und Erinnerungen. Von Angela Gutzeit
Roman von Andreas Wunn: Wenn Brüder zu Fremden werden
Max und Julius sind unzertrennlich. Doch Liebe und unterschiedliche politische Einstellungen entzweien die Brüder. Andreas Wunn nimmt in seinem Roman die Kipppunkte der jüngeren Geschichte in den Blick und beleuchtet, wie diese Beziehungen verändern. Wunn, Andreas
Widerspenstige Anmut: Die Literatur im italo-slawischen Triest
Triest gleicht mit seinen multikulturellen Schichtungen einem Kern Europas. Am Rande Italiens gelegen überlagern sich hier romanische, slawische und österreichische Einflüsse – auch in der Literatur. (Erstsendung am 7.7.2019) Albath, Maike
Das literarische Prag: Als Franz Kafka die Moderne erfand
Anfang des 20. Jahrhunderts war Prag die europäische Hauptstadt der Literatur, ein kultureller Schmelztiegel im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Hier wirkten Rainer Maria Rilke, Franz Werfel, Max Brod - vor allem aber Franz Kafka. Meyer-Blankenburg, Lukas
Charlotte Link: Warum Trauer ihren Platz im Leben braucht
Verluste und persönliche Krisen prägen den neuen Thriller von Charlotte Link. Im Gespräch erzählt die Bestsellerautorin, warum das Verarbeiten von Schmerz für ihre Figuren zentral ist, und weshalb man auch Trauer zulassen muss. Link, Charlotte
Ein mutiger Hausmeister rettete Kunst vor den Nazis
Als die Nazis Bilder aus der Hamburger Kunsthalle entfernen, trifft Hausmeister Wilhelm Werner eine Entscheidung. Er versteckt Bilder der jüdischen Malerin Anita Rée. Ein Comic erzählt die Geschichte und stellt dabei eine noch heute aktuelle Frage. Offermann, Andrea
Jaroslav Rudiš: "Wo die Toten sprechen" - Skurrile Reise zu europäischen Friedhöfen
Tote sprechen, Bücher werden gefressen, Kreuzspinnen pilgern zu einem SS-Grab: Jaroslav Rudiš verwebt in „Wo die Toten sprechen“ Fantastik, Geschichte und europäisches Kulturerbe zu einem wilden Roadtrip. Von Ralph Gerstenberg
Shida Bazyar: "Heimat ist ein völlig leerer Begriff für mich"
Shida Bazyar erhält für "Die Lücken" den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Der Roman erzählt von postmigrantischen Realitäten in der deutschen Nachkriegszeit. Als Tochter iranischer Eltern kann sie freier über die Nazivergangenheit schreiben, sagt sie. Fuhrig, Dirk
Shida Bazyar gewinnt den Wilhelm Raabe-Preis
Für ihren Roman „Die Lücken“ wird Shida Bazyar mit dem Wilhelm Raabe-Preis ausgezeichnet. Er spielt im fiktiven Dorf Heimesbach zur Zeit der NS-Diktatur und heute. Raffiniert verwebt Bazyar Fiktion und Dokumentation, so Jury-Vorsitzende Porombka. Porombka, Wiebke
Barbaros Altuğ neuer Roman handelt von der Bedrohung queerem Lebens in der Türkei (Buchtipp)
In der Türkei ist homosexuelles Leben bedroht. Der in Berlin im Exil lebende Schriftsteller Barbaros Altuğ spürt in „Die dunkelste Nacht eines langen Winters“ dem Mord an einem jungen Mann in Istanbul nach, dessen Aufklärung die Behörden verschleppen. Von Dirk Fuhrig
Auf der Suche nach Nischen der Freiheit im DDR-Alltag
Der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman "Selbstregulierung des Herzens" spielt zur Zeit der DDR. Die Figuren müssen erkennen, dass sie in einem unveränderbaren System leben - und reagieren mit Rückzug, wie Autorin Peggy Mädler erzählt. Mädler, Peggy
Autor Gregor Sander: Schwerin ist meine Heimat, Berlin mein Zuhause
Der Schweriner Autor Gregor Sander schreibt viel über Mecklenburg und seine Menschen. Ausnahme: ein ethnologischer Ausflug nach Gelsenkirchen. Sein aktueller Roman über Heinrich Schliemann führte ihn zurück in den Osten und beinahe um die ganze Welt. Britta Bürger
García Márquez' Erben: Erzählen von Diktaturen in Lateinamerika
Die Diktaturen Lateinamerikas haben eine eigene literarische Gattung entstehen lassen: den Diktatorenroman. Die politische Situation in der Region hat sich nur wenig verbessert. Neuere Romane erzählen öfter vom schwierigen Überleben der Beherrschten. Schumann, Peter B.
Leben mit KI - bequem ist nicht immer besser
Bei Sprachbots ist Vorsicht geboten. Sie drohen durch falsche Erwartungen unser Verhältnis zu Mitmenschen zu schädigen, sagt Journalistin Sibylle Anderl. Zudem könnten KI-Tools eine Denkfaulheit fördern, die angesichts globaler Krisen gefährlich sei. Rabhansl, Christian